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AeroAlign/docs/AIRCRAFT_PROFILE_MODEL.md
T

5.5 KiB

Aircraft Profile Model

Zweck

Diese Datei ist die verbindliche Fachvorgabe fuer das Modul, das AeroAlign und CoG gemeinsam bedienen soll.

Sie legt fest:

  • welche Flugzeugprofile es gibt
  • welche Flaechenarten unterschieden werden
  • welche Workflows pro Profil aktiv sind
  • welche Spezialfaelle ausdruecklich anders behandelt werden

Begriffe

Feste Flaechen

Feste, nicht verstellte aerodynamische Referenzflaechen.

Beispiele:

  • Tragflaeche
  • Dämpfungsflosse Hoehenleitwerk
  • Dämpfungsflosse Seitenleitwerk
  • feste Canard-Flaeche

Bewegliche Flaechen

Aktiv angelenkte Flaechen oder Klappen.

Beispiele:

  • Querruder
  • Hoehenruder
  • Seitenruder
  • Wölbklappe
  • Spoiler
  • Taileron
  • Pendelleitwerk

Referenzflaeche

Die Flaeche, gegen die eine andere Flaeche gemessen wird.

Regel:

Bewegliche Flaechen werden gegen ihre zugehoerige feste Referenz gemessen, nicht pauschal gegen andere bewegliche Flaechen.

Grundsaetze

  1. EWD / Referenzgeometrie ist ein eigener Workflow.
  2. CG / Schwerpunkt ist ein eigener Workflow.
  3. Ruder- und Klappeneinstellung ist ein eigener Workflow.
  4. 90 Grad Servoarm ist keine universelle Fachregel und darf nur als optionale Montagehilfe behandelt werden.
  5. Pendelleitwerk und Taileron sind keine normalen Hoehenruder.

Profiltypen

1. classic

Klassisches Flaechenflugzeug mit:

  • Tragflaeche
  • Dämpfungsflosse Hoehenleitwerk
  • Hoehenruder
  • Dämpfungsflosse Seitenleitwerk
  • Seitenruder
  • Querruder

Aktive Workflows:

  • reference
  • surfaces
  • cog
  • spaeter throw

MVP-Status:

  • dies ist das primäre Startprofil fuer das System

2. jet_taileron

Jet mit kombiniertem Hoehen-/Querruder an beweglichen Heckflaechen.

Merkmale:

  • keine klassische Trennung zwischen Hoehenruder und Querruder hinten
  • linke und rechte Tailerons muessen symmetrisch und differenziert pruefbar sein

Aktive Workflows:

  • reference
  • surfaces
  • cog
  • spaeter mixing_check

Sonderregel:

Tailerons werden nicht wie normale Hoehenruder gegen eine Dämpfungsflosse behandelt.

3. stabilator

All-flying stabilizer oder Pendelhöhenleitwerk.

Merkmale:

  • gesamte Flaeche bewegt sich
  • keine feste Dämpfungsflosse als lokale Referenzflaeche

Aktive Workflows:

  • reference
  • surfaces
  • cog

Sonderregel:

Die bewegliche Gesamtflaeche wird gegen eine externe Referenz gemessen, typischerweise Tragflaeche oder definierte Vorrichtung.

4. glider_flap

Segler mit Querrudern, Wölbklappen und oft mehreren Flugphasen.

Merkmale:

  • Grundneutralstellung kann je nach Flugphase bewusst nicht null sein
  • Butterfly, Speed, Thermik und Cruise koennen unterschiedliche Sollwerte haben

Aktive Workflows:

  • reference
  • surfaces
  • cog
  • spaeter flight_mode_offsets

5. delta_elevon

Delta oder Nurfluegel mit kombinierten Elevons.

Merkmale:

  • keine klassische EWD wie beim Leitwerksflugzeug
  • linke und rechte Elevons sind kombinierte Hoehen-/Querruderflaechen

Aktive Workflows:

  • reference
  • surfaces
  • cog

Sonderregel:

Es gibt keine klassische Leitwerksreferenz. Das Profil darf keine Leitwerkslogik erzwingen.

Flaechentypen fuer das Datenmodell

Das Modul soll mindestens folgende Typen unterscheiden:

  • wing_reference
  • tailplane_fixed
  • fin_fixed
  • aileron
  • elevator
  • rudder
  • flap
  • spoiler
  • taileron
  • stabilator
  • elevon
  • canard_fixed
  • canard_control

Workflow-Freigabe pro Profil

Profil Reference Surfaces CoG Throw später Speziallogik
classic ja ja ja ja gering
jet_taileron ja ja ja ja hoch
stabilator ja ja ja ja hoch
glider_flap ja ja ja ja mittel
delta_elevon ja ja ja ja hoch

Messregeln pro Flaechenart

Querruder

Gegen:

  • linke oder rechte Tragflaechenreferenz

Hoehenruder

Gegen:

  • Dämpfungsflosse Hoehenleitwerk

Seitenruder

Gegen:

  • Dämpfungsflosse Seitenleitwerk

Wölbklappen

Gegen:

  • zugehoerige Tragflaechenreferenz

Hinweis:

Die Sollstellung muss nicht 0.0 sein.

Taileron

Gegen:

  • profilabhaengige Heckreferenz oder externe Referenz

Stabilator

Gegen:

  • externe Referenzflaeche

Nicht gegen:

  • nicht vorhandene Dämpfungsflosse

UI-Folgen

Die UI darf nicht einfach fuer alle Modelle dieselben Labels oder Buttons anzeigen.

Pflicht:

  • Profilwahl beim Anlegen des Modells
  • sprechende Flaechenrollen
  • nur die fuer das Profil gueltigen Workflows anzeigen
  • Sonderflaechen mit eigenen Begriffen benennen

Beispiele:

  • Elevator nur bei classic
  • Stabilator bei stabilator
  • Taileron Left/Right bei jet_taileron
  • Flap Left/Right bei glider_flap

MVP-Grenze

Fuer den ersten echten Produktstand soll das Modul fachlich vorbereitet sein, aber operativ auf classic optimiert werden.

MVP in der Praxis:

  • klassische Tragflaeche
  • Dämpfungsflosse Hoehenleitwerk
  • Hoehenruder
  • Querruder links/rechts
  • Seitenruder optional
  • CoG-Messung

Andere Profile muessen im Datenmodell vorgesehen sein, auch wenn sie anfangs noch nicht vollstaendig in der UI freigeschaltet sind.

Verbindliche Anweisung fuer die weitere Implementierung

  1. Keine harte Verdrahtung auf nur elevator, aileron, rudder.
  2. Workflow-Entscheidungen muessen profilabhaengig sein.
  3. EWD, CG und surface setup bleiben getrennte Modi.
  4. Dämpfungsflosse ist der Standardbegriff fuer den feststehenden Leitwerksteil.
  5. 90 Grad Servoarm darf nie als alleinige Sollbedingung modelliert werden.